GOA-Blog
  • Start
  • Rückblick
    • GOA 2023
    • GOA 2022
    • GOA 2021
    • GOA 2020
    • GOA 2019
    • GOA 2018
    • GOA 2017
    • GOA 2016
    • GOA 2015
    • GOA 2014
    • GOA 2013
    • GOA 2012
  • Newsletter
    • Anmeldung
    • Abmeldung
  • Impressum
  • Über das Blog
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Beispiele, Grimme Online Award

Die richtigen Worte finden

Andi Weiland von leidmedien.de in der Diskussion Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha
Andi Weiland von leidmedien.de in der Diskussion Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha
Andi Weiland von leidmedien.de in der Diskussion Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

und eine breite Öffentlichkeit sensibilisieren, dafür setzt sich das Webprojekt „Leidmedien.de“ des Berliner Vereins „Sozialhelden e.V.“ ein. Es zeigt (nicht nur) Journalisten anhand von Positiv- und Negativbeispielen und Gastbeiträgen, wie über behinderte Menschen in angemessenerer Form berichtet werden kann und sollte. Für Redakteur Andi Weiland ist es längst an der Zeit, nach den richtigen Formulierungen zu suchen…

Was war der Anlass für die Konzeption Ihres Angebots?
Die Idee kam über einige Umwege zustande. Wegen meiner Arbeit für die Sozialhelden hatte ich früher schon Projekte in der Weiterbildung von Journalisten gemacht. Konkreter Auslöser war, beziehungsweise den Anfang machte ein anderes Projekt namens „Wheel Map“. Anhand einer Online-Karte wurden rollstuhlgerechte Orte für behinderte Menschen angezeigt. Das war die erste Seite zu diesem Thema überhaupt, vorher gab es keine Hilfen in diesem Sinne. In diesem Zusammenhang ist uns die Art der Berichterstattung über Menschen mit Behinderung ins Auge gestochen und wir haben geschaut, welche wissenschaftlichen Arbeiten bereits zu ihrer medialen Darstellung existieren. Dabei sind uns zwei gängige Schemata aufgefallen: Häufig werden Behinderte entweder als Helden – so etwa bei den Paralympics – oder als Opfer – wobei hier das Leid und unglückliche Schicksal im Vordergrund stehen – dargestellt und es steckt meist eine Wertung mit drin. In der Berichterstattung kursieren daher sehr oft Floskeln und Stereotype wie „an den Rollstuhl gefesselt sein“, „an Muskelschwund leidend“, „tapfer das Schicksal meisternd“ usw. Zu diesem Thema herrschte verbreitet Unwissenheit, es gab keine Hilfe für Journalisten. Diese Lücke wollten wir schließen und schickten bei unseren Angeboten Tipps mit, wie man neutral und adäquat formuliert, was dankbar aufgenommen wurde. Gestartet ist leidmedien.de letztlich im Sommer 2011 und dann im August 2012, drei Monate vor den Paralympics in London, online gegangen.

Was und welche Zielgruppen wollen Sie mit Ihrem Angebot erreichen?
Unsere Hauptadressaten sind Journalisten und Journalistinnen, denen leidmedien.de als Hilfe- und Aufklärungsmöglichkeit dienen soll. Auch alle an medialen Themen Interessierte sowie behinderte Menschen selbst, die die Entwicklungen mitverfolgen wollen, sind herzlich eingeladen.

Wie haben Sie reagiert, als Sie von der Nominierung erfuhren?
Die Nachricht erreichte uns bei der Arbeit im Büro. Für mich, Ideengeber Raul Krauthausen und Co-Redakteurin Lilian Masuhr, die wir selbst aus dem online-journalistischen Bereich kommen, bedeutet die Nominierung zum Grimme Online Award 2013 eine große Ehre. Die Tatsache, es aus fast 1600 Vorschlägen unter die 28 Nominierten geschafft zu haben, war verblüffend und erfüllt uns mit Stolz.

Was bedeutet die Nominierung für die zukünftige Entwicklung Ihres Angebots ?
Wir erhoffen uns infolge der Nominierung ein gesteigertes Interesse an dieser verhältnismäßig eher unter die Rubrik „Nischenthema“ fallenden Problematik. In Zukunft planen wir, interessierten Redaktionen Workshops und anderweitige Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Menschen mit Behinderung sollen in der Bericht-erstattung mehr in den Fokus rücken und zwar, indem man eben auch positive Aspekte heraushebt und von der Leidmetapher absieht. Wir engagieren uns daher intensiv nebenher auf Veranstaltungen, wie jüngst der republica, auf der wir eine Diskussionsrunde zur medialen Unterrepräsentierung behinderter Menschen gestartet haben. Dort haben wir auch unsere Kooperation mit der Aktion Mensch vorgestellt, über die wir redaktionelle Unterstützung in Form von Lilian Masuhr erhalten haben. Schlussendlich wollen wir mit Journalisten und der Öffentlichkeit in einen konstruktiven Dialog treten. So soll die aktuelle Diskussion auch auf Kanälen wie den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter fortgeführt werden, die dort bereits in vollem Gange ist.

Weg von negativ besetzten Floskeln hin zu mehr Sensibilität im Umgang mit dieser Thematik – das wünscht sich Andi Weiland:

Weitere Statements der anderen Nominierten finden Sie hier.

9. Juni 2013/1 Kommentar/von Katja Feuerstein
Schlagworte: Andi Weiland, Behinderung, Journalismus, Leidmedien.de, Lilian Masuhr, Nominierte, Nominierung, Raul Krauthausen
https://www.goa-blog.de/wp/wp-content/uploads/2013/06/923376_10151619424915450_964521742_n.jpg 600 800 Katja Feuerstein https://blog2.grimme-online-award.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/logo-ein-pixel-blind.gif Katja Feuerstein2013-06-09 12:07:392020-01-28 14:48:37Die richtigen Worte finden
Das könnte Dich auch interessieren
Screenshot: Eingangsszene der Dokumentation Die Vergangenheit der Zeitzeuginnen aus Auschwitz spürbar miterleben
Das Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost
Screenshot von startnext.de Viel ungenutztes Potenzial
Neues Seminargebäude der Uni zu Köln Von Wiederholungstätern und Opern-Neulingen
Screenshot: www.klimaretter.info Alle Infos zur Klimawende
Screenshot "Die beste Instanz" Das Ende endloser Diskussionen
Portrait von Raul Krauthausen; Foto: Andi Weiland Für mehr Inklusion im Internet
Bekanntgabe der Nominierungen: Diesmal mit noch mehr Enthüllungen und etwas Irritation
1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. Die richtigen Worte finden | Aktivierende Medie... sagt:
    11. Juni 2013 um 22:21 Uhr

    […] und eine breite Öffentlichkeit sensibilisieren, dafür setzt sich das Webprojekt “Leidmedien.de” des Berliner Vereins “Sozialhelden e.V.” ein.  […]

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Beitragsformate des Blogs:

Netzblicke
Thema
Interviews

Rund um den GOA-Preis:

Einreichungen/Vorschläge
Nominierte
Preisträger
Nominierungskommission/Jury

Online-Formate allgemein:

Websites
Podcasts
Social Media
Apps
Newsletter
Videos
Games

Schlagwörter

#fürdiversity #GOA21 #GOA22 Adventskalender 2017 Adventskalender 2020 Adventskalender 2021 ARTE Blog Datenjournalismus DDR Geschichte Grimme-Institut Grimme-Preis Instagram Journalismus Jugendliche Kategorie Information Kategorie Kultur und Unterhaltung Kategorie Spezial Kategorie Wissen und Bildung Kinder Kunst Medienkompetenz Nominiert 2023 Nominiert 2024 Nominierte Nominierte 2015 Nominierte 2016 Nominierte 2017 Nominierte 2018 Nominierte 2019 Nominierte 2020 Nominierte 2021 Nominierte 2022 Nominierung Nominierungskommission Podcast Politik TikTok Vorschläge Vorschläge 2020 Vorschläge 2021 WDR Wettbewerb YouTube

Neueste Beiträge

  • Zwischen Qualitätsdiskurs und Zeitenwende: Eindrücke von der re:publica 202627. Mai 2026 - 12:24
  • 25 Jahre Grimme Online Award21. Oktober 2025 - 16:31
  • Expertise in Social Media: Die Nominierten 20256. Oktober 2025 - 16:20
  • Lernen aus historischen Quellen: Die Nominierten 202530. September 2025 - 14:46

Wichtige Links

  • DATENSCHUTZ
  • Grimme Online Award
  • Der GOA auf YouTube
  • GOA – Bildmaterial auf Flickr
  • Grimme-Institut
  • Grimme-Institut bei LinkedIn
  • Grimme-Institut auf Instagram

Aktuelle Schlagwörter

Nominiert 2024 Faktencheck, Instagram, Klimawandel, Medienkompetenz, Medienpädagogik, ÖRR, Schule, TikTok

Neueste Kommentare

  • GrowaGardencodes zu KI-Sonderpreis: Die Nominierten 2025
  • Tennis zu KI-Sonderpreis: Die Nominierten 2025
  • basketbros zu Zwischen Stimmen und Streams
© Copyright - GOA-Blog - Enfold WordPress Theme by Kriesi
Link to: Die Welle schwappte unaufhaltsam los Link to: Die Welle schwappte unaufhaltsam los Die Welle schwappte unaufhaltsam losJasna Strick vertritt den in der Kategorie Spezial nominierten Hashtag #aufschrei, neben ihr Richard Gutjahr Link to: Das Radio der Zukunft „social“ machen Link to: Das Radio der Zukunft „social“ machen Marcus Engert vom Angebot vox.publica von detektor.fm Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz GoniwiechaDas Radio der Zukunft „social“ machen
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen