„Bis zu dem Zeitpunkt lief die Recherche nur im Hintergrund – und wir hatten große Sorge, dass wir auffliegen könnten.“
Ein Interview mit Robin Blase über das nominierte Enthüllungsvideo „Undercover in den Influencer-Chats von Knossis Firma“
Mit seinem Enthüllungsvideo auf YouTube hat RobBubble – aka Robin Blase – große Wellen geschlagen. In einer Investigativ-Recherche entdeckt er einen möglichen Betrug in der Influencerwirtschaft auf: Die Plattform „Fanblast“ des Mitgründers und Twitch-Streamers Jens Knossalla versprach Fans gegen Bezahlung direkten Kontakt zu Influencer*innen über WhatsApp. Blase deckt auf, dass hinter den Chats Mitarbeitende einer Agentur stecken statt der Influencer selbst. Sichtbar werden die intransparenten Geschäftsmodelle und Abhängigkeiten in der Creator-Wirtschaft.

Wie ist die Idee zu Ihrem Angebot entstanden? Gab es einen konkreten Anlass?
Über eine Kollegin hat ein Whistleblower zu mir Kontakt aufgenommen. Seine Geschichte klang spannend – ich wusste aber noch nicht, was genau er zu berichten hatte. Nach einem ersten Gespräch war dann aber klar: Das könnte eine riesige Story werden. Und dann haben wir angefangen fast ein Jahr lang zu recherchieren.
Was war der größte Erfolgsmoment in der Arbeit, was die größte Herausforderung?
Der größte Erfolgsmoment war vermutlich, als wir selbst einen Journalisten und eine Influencerin Undercover einschleusen konnten, und unsere bisherige Recherche in nur kurzer Zeit bestätigt wurde. Das war gleichzeitig auch die größte Herausforderung. Bis zu dem Zeitpunkt lief die Recherche nur im Hintergrund – und wir hatten große Sorge, dass wir auffliegen könnten.
Wie sehen Ihre weiteren Pläne für das Angebot aus?
Ich plane weitere Recherchen auf meinem YouTube-Kanal zu veröffentlichen. Aber auch das Thema an sich – Influencer, die über Chat-Dienste Fans mutmaßlich abzocken – ist noch nicht zu Ende erzählt…
Vielen Dank für das Interview!









Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!