GOA-Blog
  • Start
  • Rückblick
    • GOA 2023
    • GOA 2022
    • GOA 2021
    • GOA 2020
    • GOA 2019
    • GOA 2018
    • GOA 2017
    • GOA 2016
    • GOA 2015
    • GOA 2014
    • GOA 2013
    • GOA 2012
  • Newsletter
    • Anmeldung
    • Abmeldung
  • Impressum
  • Über das Blog
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Beispiele

Grimme-Preis – online gedacht: Fiktion

Screenshot Tatort
Screenshot Tatort

Nachdem wir uns in den vorherigen Beiträgen den Grimme-Preis-Nominierungen in den Kategorien „Unterhaltung“ und „Information und Kultur“ gewidmet haben, betrachten wir heute die Kategorie „Fiktion„. Und da präsentiert sich schon jetzt der große Gewinner des 50. Grimme-Preises – beim Preis selbst und in der Online-Sicht.

Am Sonntagabend gibt es in der Timeline kaum ein anderes Thema: Zu #Tatort hat jeder eine Meinung, und natürlich twittert auch der @Tatort selbst. Die wahre Konvergenz: Die Tweets landen per „Teletwitter“ direkt wieder im Fernsehprogramm. 750.000 Fans hat der Tatort bei Facebook – und gelegentlich bietet die ARD auch Social TV zum Tatort an, um die ganzen Social-Media-Aktivitäten zu konzentrieren. Lagerfeuer-TV, das zeigt, dass Old-School-Fernsehen noch lebt. Besonders dann wenn es so gute Folgen produziert, wie die nominierten „Borowski und der Engel“ und „Angezählt„. Der offizielle Webauftritt des Tatort bietet eine Übersicht über alle Folgen mit vielen Hintergrundinformationen – die richtige Möglichkeit, um noch mal zu recherchieren, ob die Besondere Ehrung, die der Tatort beim 50. Grimme-Preis bekommen wird, auch gerechtfertigt ist.

Screenshot "#Tatortstyle"Neben offiziellen Angeboten kümmern sich auch andere um die Kult-Serie: So Spiegel-Online, vor allem mit dem Schnellcheck, der in Kurzform verrät, ob sich das Einschalten lohnt. Der Online-Auftritt der Süddeutschen Zeitung punktet mit einer Übersichtskarte, in der sie über die Besonderheiten der Ermittlerteams aufklärt und in der man mithilfe einer Zeitleiste auch in frühere Tatort-Zeiten springen kann. Wie die SZ hat auch Zeit Online eine Twitter-Kritik, in der die besten Tweets zur Sendung zusammengefasst werden. Ein umfangreiches Archiv aller Sendungen bieten die Tatort-Fans und der jüngste – und sehr amüsante – Zugang zu den Fan-Seiten zum Tatort ist das Tumblr „Tatortstyle„, in dem noch während der Sendung die Kleidung der Kommissare zum Nachkaufen gepostet wird. Und was nun, wenn man zwar Krimis liebt, aber Fernsehsendungen gar nicht so sehr? Dann gibt es immer noch den „Radiotatort“ – im Netz inzwischen auch zum Nachhören.

Screenshot Polizeiruf 110Gegen so viel geballte Online-Aktivitäten kommt die Schwestersendung Polizeiruf 110 nicht an, die Facebook-Seite und der Twitter-Account @Polizeiruf110 haben wesentlich weniger Follower und unter #Polizeiruf wird nicht so viel diskutiert. Auf der offiziellen Seite des Polizeiruf 110 lassen sich aber alle Folgen der Serie recherchieren, auch die nominierte „Der Tod macht Engel aus uns allen„. Immerhin mit einer Filmwebsite und einer Facebook-Seite kann „Schuld sind immer die anderen“ aufwarten, und auch „Verbrechen“ bietet eine etwas umfangreichere Website.

Der Historienfilm „Unsere Mütter unsere Väter“ wird auch im Internet umfassend präsentiert. Neben Hintergrundinformationen gibt es hier auch eine Dokumentation zum Film zu sehen und ein eigens gestalteter Zeichentrickfilm zeigt die Vorgeschichte. Die Erinnerungen, die auf das Portal „Gedächtnis der Nation“ hochgeladen werden sollten sind entweder nicht aufzufinden, oder niemand hat auf den Aufruf reagiert (vielleicht war die Verlinkung auch so verwirrend, dass Zeitzeugen auf dem Weg dorthin verzweifelt sind), dafür drückt sich die Begeisterung über den erfolgreichen Dreiteiler auf Facebook umso mehr aus.

Screenshot "About Kate"Zwei Spezial-Nominierungen gehen an Projekte, die von vorneherein multimedial angelegt waren. Beide entstanden – man möchte fast sagen: natürlich – in Zusammenarbeit mit ARTE. „Zeit der Helden“ war eine Fernsehserie über fünf Menschen in der Midlife-Crisis an fünf Tagen. Während die Sendezeit auf 75 Minuten am Tag beschränkt war, lief das Leben der Charaktere im Netz in Echtzeit weiter und konnte von den Zuschauern verfolgt werden. Zusätzlich gab es im Internet ein Rätsel, bei der die Vorgeschichte herauszufinden war. Noch ein bisschen weiter gedreht war „About Kate“ über eine junge überforderte Frau, die sich freiwillig in eine Nervenklinik begibt, um sich selbst zu finden. Dabei konnte der Zuschauer sie unterstützen, sich mit ihr auf Facebook anfreunden, mit ihr in Kontakt treten. In den zugehörigen Apps wurden entsprechende Zusatzinformationen direkt in die Serie eingeblendet und die Nutzer konnten eigene Videos und Fotos hochladen, die sich mit Kates Themen beschäftigen. Kein Wunder, dass Kate überfordert war, bei diesem multimedialem Overkill.

Um der Überforderung bei der Auswahl fiktionaler Fernsehprogramme vorzubeugen, empfehlen wir nicht nur die Nominierten des Grimme-Preises, sondern auch unseren Nominierten von 2011 „tittelbach.tv„, den „Fernsehfilm-Beobachter“. Und noch einen Querbezug zum Grimme Online Award gibt es bei den Nominierten des Grimme-Preises der Kategorie Fiktion: „Der Minister“ beruht auf der Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg, der bekanntlich als Verteidigungsminister zurücktreten musste, weil seine Doktorarbeit im Internet als Plagiat entlarvt wurde. Die entlarvende Plattform „GuttenPlag Wiki“ wurde 2011 mit einem Grimme Online Award der Kategorie Spezial ausgezeichnet.

3. Februar 2014/0 Kommentare/von Vera Lisakowski
Schlagworte: About Kate, Fiktion, Grimme-Preis, Guttenberg, Polizeiruf 110, Tatort, Unsere Mütter unsere Väter, Zeit der Helden
https://www.goa-blog.de/wp/wp-content/uploads/2014/01/tatort.jpg 530 800 Vera Lisakowski https://blog2.grimme-online-award.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/logo-ein-pixel-blind.gif Vera Lisakowski2014-02-03 10:13:062020-01-28 14:35:25Grimme-Preis – online gedacht: Fiktion
Das könnte Dich auch interessieren
Unter Vireneinfluss
Ein viraler Fake und Medienkompetenz für Kinder
Grimme-Preis – online gedacht
Shahrzad Golab und Prof. Michael Schwertel; Fotos: Grimme Institut/ Georg Jorczyk Die Revolution ist in vollem Gange!
Grimme-Preis – online gedacht: Information und Kultur
Screenshot 360°-Video "1.000 Liter" von Friedrich Liechtenstein Tankstellen-Träume in 360°
Zwischen Klickbetrug, Klima-Aktivismus und Queerness
Die wollen doch nur spielen
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Beitragsformate des Blogs:

Netzblicke
Thema
Interviews

Rund um den GOA-Preis:

Einreichungen/Vorschläge
Nominierte
Preisträger
Nominierungskommission/Jury

Online-Formate allgemein:

Websites
Podcasts
Social Media
Apps
Newsletter
Videos
Games

Schlagwörter

#fürdiversity #GOA21 #GOA22 Adventskalender 2017 Adventskalender 2020 Adventskalender 2021 ARTE Blog Datenjournalismus DDR Geschichte Grimme-Institut Grimme-Preis Instagram Journalismus Jugendliche Kategorie Information Kategorie Kultur und Unterhaltung Kategorie Spezial Kategorie Wissen und Bildung Kinder Kunst Medienkompetenz Nominiert 2023 Nominiert 2024 Nominierte Nominierte 2015 Nominierte 2016 Nominierte 2017 Nominierte 2018 Nominierte 2019 Nominierte 2020 Nominierte 2021 Nominierte 2022 Nominierung Nominierungskommission Podcast Politik TikTok Vorschläge Vorschläge 2020 Vorschläge 2021 WDR Wettbewerb YouTube

Neueste Beiträge

  • Zwischen Qualitätsdiskurs und Zeitenwende: Eindrücke von der re:publica 202627. Mai 2026 - 12:24
  • 25 Jahre Grimme Online Award21. Oktober 2025 - 16:31
  • Expertise in Social Media: Die Nominierten 20256. Oktober 2025 - 16:20
  • Lernen aus historischen Quellen: Die Nominierten 202530. September 2025 - 14:46

Wichtige Links

  • DATENSCHUTZ
  • Grimme Online Award
  • Der GOA auf YouTube
  • GOA – Bildmaterial auf Flickr
  • Grimme-Institut
  • Grimme-Institut bei LinkedIn
  • Grimme-Institut auf Instagram

Aktuelle Schlagwörter

Nominiert 2024 Faktencheck, Instagram, Klimawandel, Medienkompetenz, Medienpädagogik, ÖRR, Schule, TikTok

Neueste Kommentare

  • GrowaGardencodes zu KI-Sonderpreis: Die Nominierten 2025
  • Tennis zu KI-Sonderpreis: Die Nominierten 2025
  • basketbros zu Zwischen Stimmen und Streams
© Copyright - GOA-Blog - Enfold WordPress Theme by Kriesi
Link to: Grimme-Preis – online gedacht: Information und Kultur Link to: Grimme-Preis – online gedacht: Information und Kultur Grimme-Preis – online gedacht: Information und Kultur Link to: Auf der Suche nach neuen Facetten Link to: Auf der Suche nach neuen Facetten Auf der Suche nach neuen Facetten
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen