„Wenn der Podcast so zu einem gemeinsamen Erlebnis wird, freut uns das besonders.“
Ein Interview mit Matthias Stier über den nominierten Podcast „Fakt oder Future? Ab in die Stadt der Zukunft!“
Der Kinder-Podcast „Fakt oder Future?“ des Deutschen Technikmuseums stellt Ideen zur Stadt der Zukunft ins Zentrum. Gemeinsam mit Hostin Jana Forkel laden die Kinder-Hosts Expert*innen aus Technik, Umwelt und Stadtplanung ein und sprechen mit ihnen über Fragen wie „Können Städte gute Laune machen?“. Das spielerische und zugleich informative Familienangebot ist nicht nur „für“, sondern vor allem „mit“ Kindern entwickelt – und schafft so einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Zukunftsthemen.

Wie ist die Idee zu Ihrem Angebot entstanden? Gab es einen konkreten Anlass?
Der Ausgangspunkt war unsere Sonderausstellung „SuperCity 3000″ und die Frage: Wie könnte die Stadt der Zukunft aussehen? Das Thema betrifft uns alle und ganz besonders die Kinder und Jugendlichen, die in dieser Welt leben werden. Uns war wichtig, ihre Perspektive nicht nur mitzudenken: 60 Kinder aus drei Berliner Schulen haben die Ausstellung entwickelt.
Aus dieser Ausstellung heraus ist „Fakt oder Future? Ab in die Stadt der Zukunft!“ entstanden. Der Podcast funktioniert aber auch unabhängig davon. In jeder Folge nehmen wir uns eine Frage vor: Können Häuser wie Pflanzen wachsen? Wie können alle Menschen ein Dach über dem Kopf haben? Oder was wäre, wenn Tiere bei der Stadtplanung mitentscheiden dürften? Wir stellen eine überraschende Zukunftsidee vor und dann heißt es: Gibt es das schon, ist es also Fakt, oder ist es noch Zukunftsmusik?
Was war der größte Erfolgsmoment in der Arbeit, was die größte Herausforderung?
Wenn ich an einen besonderen Erfolgsmoment denke, dann daran, dass wir Anastasiia, Jaro und Mia als Kinder-Co-Hosts gewinnen konnten. Es war toll zu erleben, mit wie viel Neugier und Engagement sie sich auf das Podcast-Abenteuer eingelassen haben. Auch unsere Expert*innen haben viel dazu beigetragen: Sie konnten ihre Themen so erklären, dass Kinder gut folgen können und die Inhalte zugleich fundiert bleiben. Und dass Jana Forkel, die viele aus der „Sendung mit der Maus“ kennen, die Moderation übernommen hat, war für uns die Kirsche auf der Torte. Sie hat den Podcast als echtes Herzensprojekt angenommen.
Eine Herausforderung war, aus Fragen wie „Können sich Straßen selbst reparieren?“ Folgen zu machen, die zugleich verständlich, fachlich fundiert und unterhaltsam sind. Die Ideen sollen überraschen, aber die Antworten müssen für Kinder nachvollziehbar bleiben. Diese Balance zu finden, war für uns besonders wichtig.
Wie sehen Ihre weiteren Pläne für das Angebot aus?
Am schönsten ist für uns, wenn Familien erzählen, dass sie den Podcast gemeinsam hören. Wir wollten ein Angebot für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren schaffen, bei dem Erwachsene gern mithören können und alle zusammen Spaß haben, Neues entdecken und über die Themen ins Gespräch kommen. Wenn der Podcast so zu einem gemeinsamen Erlebnis wird, freut uns das besonders.
„Fakt oder Future?“ ist der dritte Kinder-Podcast, den wir in den vergangenen Jahren im Deutschen Technikmuseum gemeinsam mit studiodrei produziert haben. Wir haben bei jedem Projekt viel gelernt. Jetzt ist für uns ein guter Moment, zurückzuschauen und Pläne für die digitalen Publikationen des Museums zu schmieden. Die positive Resonanz und die Nominierung für den Grimme Online Award 2026 sind eine tolle Anerkennung für das ganze Team und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie bestärken uns darin, weiter Formate zu entwickeln, die Kinder neugierig machen und Familien ins gemeinsame Gespräch bringen.
Vielen Dank für das Interview!










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